• Pat D'Ippolito

Teil#4: Ein konstruktives KonfliktManagement.

Rollenerwartung an eine Führungskraft


Intern

Geschäftsführung, Kollegen, Mitarbeiter und Unternehmen (Regeln, Vorgaben, etc.).


Extern

Familie, Ehefrau/-mann, Lebenspartner, Kinder, nahe Verwandte, Freizeit, Hobby, Vereine, soziale Aktivitäten, Kunden, Lieferanten, gesellschaftliche Normen, Werte und Gesetze.


Rollenkonflikte


Intra- Sender Konflikt Eine Bezugsperson stellt in sich widersprüchliche Erwartungen an den Rollenempfänger. Mitarbeiter: „Ich brauche dringend Ihre Hilfe in dieser schwierigen Auseinandersetzung mit meinem Chef. Bitte unterstützen Sie mich, aber ich möchte nicht, dass er weiss, dass ich mit Ihnen über das Problem gesprochen habe!“

Inter-Sender-Konflikt Zwei Bezugspersonen richten zwei unvereinbare Erwartungen an die Focalperson. Eine Erwartung kann dabei eine „Muss-Erwartung“ sein, die andere eine „Soll-Erwartung“. Teamkollege: „Du solltest mindestens die Hälfte deiner Arbeitszeit mit deinem Arbeitsschwerpunkt verbringen, damit Du den Kontakt zu uns behältst und weisst, was im Team passiert und deine Arbeit machst!“ Ratsuchender: „Sie sollten gar nicht in übliche Arbeitsprozesse involviert sein, um so Zeit für die Vertretung der Kolleginnen zu haben, politische Arbeit zu leisten und die Strukturen im Haus zu verbessern.” Inter-Rollenkonflikt Eine Person hat gleichzeitig verschiedene Rollen inne, durch die unterschiedliche Erwartungen an die Focalperson gerichtet werden. Kinder: „Du solltest am Wochenende immer zu Hause sein, denn wir wollen mit Dir was unternehmen.” Chef: „Ich finde es Klasse, dass Sie die Fortbildung besuchen, denn ich erwarte mir hinterher einige Innovationen für die Organisation.“ Teamkollege: „Ich finde es schwierig, dass Du die Fortbildung besuchst. Ich finde nämlich, dass Du immer arroganter wirst, je mehr Du lernst.“


Personen-Rollen-Kontlikt Der Konflikt spielt sich innerhalb der Focalperson ab. Werthaltungen, die die Person vertritt, geraten in Widerspruch zu gefordertem Handeln. Als Mitarbeiter einer sozial orientierten Organisation ist Ihnen bei der Arbeit die Autonomie der Mitarbeiter wichtig. Sie bekommen eine Beschwerde von einem Mitarbeiter, der Ihnen berichtet, sein Chef ginge nie auf seine Verbesserungsvorschläge ein und er fühle sich wie in einer Diktatur. Sie kennen den Mitarbeiter, schätzen seine Ideen ebenfalls nicht, sind aber zur Neutralität verpflichtet. Gleichzeitig möchten Sie wieder gewählt werden. Rollen-Ambiguität Widersprüchliche Erwartungen werden an die Focalperson gerichtet, die allerdings unterschiedlich Eindeutig formuliert sind, so dass Gestaltungsspielraum bleibt. Ihre Firma hat zusammen mit den Führungskräften Leitlinien für das Verhalten von Führungskräften aufgestellt. Diese sind schriftlich fixiert und von allen unterschrieben worden. Wichtig dabei ist u.a. Konflikte mit Mitarbeitern sofort anzusprechen. Nach dem Sie das getan haben, beschwert sich der Mitarbeiter bei Ihrem Vorgesetzten über Ihr Verhalten und sagt: „Wir haben das wohl aufgeschrieben und es ist auch schön, dass Sie diese Grundsätze im Kopf haben, aber Sie sollten auch auf ein gutes Betriebsklima achten. So schlimm war das Problem doch gar nicht und eigentlich haben wir so etwas ja auch noch nie gemacht.” Rollen Überlastung Hier führt die Anhäufung positionsbezogener Erwartungen zu einer Überlastung, selbst, wenn sich diese nicht widersprechen. Deshalb wird es notwendig Prioritäten zu setzten. Sie sind ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen tätig, haben gleichzeitig Familie und einen anspruchsvollen Beruf.

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